September 22, 2020

Berufsbild: Betreuungskraft nach §43b

Von Ioannes
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Dieser Artikel hier soll dich über das Berufsbild der Betreuungskraft aufklären. Alle wichtigen Informationen rund um diesen Beruf und zur Ausbildung dieses Jobs findest du hier.

Was ist eine Betreuungskraft?

Eine Betreuungskraft kümmert sich um pflegebedürftige Personen meist in Altenheimen. Allerdings übernimmt sie keine pflegerischen Tätigkeiten, sondern ist viel mehr für das psychische Wohlergehen der Bewohner zuständig.

Beitragsbild-Betreuungskraft
Als Betreuungskraft organisierst du Feste und Feiern. (Bildquelle: unsplash.com/Jordan Whitt)

Typische Aufgabenfelder einer Betreuungskraft sind ganz normale Alltagsaktivitäten wie Basteln, Kochen und Backen. Ebenfalls kannst du deine Bewohner auch zu Einkäufen in die Stadt oder zum Arzt begleiten.

Was macht eine Betreuungskraft?

Im vorherigen Abschnitt habe ich die möglichen Aufgaben schon einmal kurz angeschnitten. Hier eine ausführliche Liste der Tätigkeiten, die dich in diesem Beruf erwarten:

  • Persönliche Gespräche mit pflegebedürftigen Personen führen
  • Hauswirtschaftliche Tätigkeiten
  • Begleitung bei Arztbesuchen und anderen Ausflügen
  • Einkäufe und Besorgungen für die zu betreuende Person
  • Allgemeine Beschäftigungsangebote anbieten: Malen, Basteln, Gehirn-Jogging, Gymnastik, Brettspielabende.
  • Ausflüge organisieren: Theater, Museen, Gottesdienste
  • Soziale Beratung von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen

Als Betreuungskraft bist du eine wichtige Ansprechperson für ältere Menschen im Altenheim. Oftmals sind diese sehr einsam und freuen sich enorm über Zuneigung und Aufmerksamkeit.

Darüber hinaus bist du auch eine große Hilfe für die Altenpfleger, da sie über dich oftmals erfahren, wie genau sich die Bewohner fühlen.

Wo arbeiten Betreuungskräfte?

Typische Einsatzorte für Betreuungskräfte sind:

  • Ambulante Betreuungsdienste
  • Stationäre Pflegeeinrichtungen
  • Privathaushalte

Du kannst auch in Privathaushalten tätig sein, denn es gibt viele Angehörige, die unter der Woche wenig Zeit für ihre Eltern finden. Somit bist du unter der Woche für sie zuständig und unternimmst mit ihnen verschiedenen Sachen.

Was verdient eine Betreuungskraft?

Nun kommt einer der wichtigsten Punkte nämlich das Gehalt. Auch hier schwanken die Zahlen wieder, denn öffentliche und kirchliche Träger zahlen mehr als private Einrichtungen. Nichtsdestotrotz folgt nun eine kleine Auflistung für dich:

Monatliches Bruttogehalt1.700 Euro
Jährliches Bruttogehalt20.400 Euro

Es gibt natürlich auch Stellen in Teilzeit als Betreuungskraft, normalerweise arbeiten Betreuungskräfte auch im Schichtdienst.

Wie wird man Betreuungskraft?

Wenn du vorhast Betreuungskraft zu werden, dann musst du eine Weiterbildung bei einem privaten Anbieter absolvieren.

Hier ein kleines Video über den Arbeitsalltag einer Betreuungskraft:

Diese Weiterbildung kann bis zu sechs Monate dauern und wird in Voll- und Teilzeit angeboten. Damit du die Ausbildung beginnen kannst, musst du nicht zwangsweise schulische oder berufliche Voraussetzungen erfüllen.

Manche Kursanbieter verlangen jedoch von dir ein Orientierungspraktikum, um sich mit dem Beruf vertraut zu machen.

Inhalte in der Betreuungskraftausbildung?

Folgende Themenschwerpunkte werden dir in der Fortbildung beigebracht:

  • Arbeiten mit der Biographie des Menschen
  • Kommunikationsmanagement
  • Beschäftigungen planen und durchführen
  • Stress- und Konfliktlösung
  • Demenzielle Erkrankungen
  • Rechtliche Grundlagen
  • Ernährung, Hygiene
  • Lehre über Krankheitsbilder im Alter
  • Wohnen und Wohnformen

Der Kurs teilt sich auf in praktische Einsätze und Unterricht in der Schule. Im Normalfall wird der Kurs mit einer praktischen und theoretischen Prüfung abgeschlossen.

Da du den Kurs selbst bezahlen musst, steht dir keine Ausbildungsvergütung zu. Jedoch sind alle Kurse staatlich anerkannt und du kannst sie dir per Bildungsgutschein finanzieren lassen.

Vor- und Nachteile des Berufs Betreuungskraft

Pros
  • Kurze Ausbildung
  • Interessante Tätigkeit
  • Keine Vorerfahrung nötig
Cons
  • Geringes Gehalt
  • Kosten der Ausbildung müssen selbst getragen werden

Frage: Findet ihr den Beruf der Betreuungskraft relevant?

Quellen

  1. http://bsimgx.schluetersche.de/upload2978220059896031919.pdf
  2. https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/service_1/publikationen/schriftenreihe/GKV_Schriftenreihe_Band_9_Pflege_Betreuungskraefte_19641.pdf