März 30, 2021

Hepatitis D

Von Ioannes

An Hepatitis D können nur Menschen erkranken, die bereits an Hepatitis B leiden. Diese Krankheit führt ebenfalls zu einer Entzündung in der Leber, ausgelöst wird diese Entzündung durch das Delta-Virus. In diesem Artikel erfährst du alles über die Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten dieser Krankheit.

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Hepatitis D über Blut ansteckend
Hepatitis D kann sich sehr schnell über Blutkontakt übertragen. (Bildquelle: unsplash)

Auf dieser Seite findest du Fachartikel zu verschiedenen medizinischen und pflegerischen Themen, ich bin Fachkraft für Altenpflege und teile hier mein Fachwissen mit euch. Darüber hinaus nutze ich auch wissenschaftliche Literatur zur Recherche, damit die Artikel wissenschaftlich fundiert sind.

Was ist Hepatitis D?

Hierbei handelt es sich um eine Virushepatitis, die durch eine Ansteckung mit dem Delta-Agens-Virus entsteht. Dieses Virus kann sich erst durch ein Oberflächenprotein der Hepatitis B Erkrankung verbreiten. Das Hepatitis D Virus vermehrt sich besonders gern in den Leberzellen. Somit kann nur eine Person die Hepatitis B positiv ist, an Hepatitis D erkranken.

Welche Hepatitis D Symptome gibt es?

Die Symptome von Hepatitis D sind denen der B-Variante der Erkrankungen sehr ähnlich. Folgendermaßen beginnen sie:

  • Müdigkeit: Der Betroffene ist sehr häufig müde.
  • Leistungseinbußen: Durch diese Müdigkeit kann der Betroffene nicht die gleiche Leistung erbringen wie gewohnt.
  • Appetitlosigkeit: Der Betroffene isst weniger.
  • Bauchschmerzen: Ein Druckschmerz im rechten Oberbauch.
  • Gelbsucht: Gelbliche Färbung der Haut und Augen.

Sind die betroffenen an einer chronischen Form dieser Viruskrankheit erkrankt, dann äußert sich die Erkrankung erstmal symptomlos, jedoch kann sie im späteren Verlauf Leberkrebs oder eine Leberzirrhose verursachen.

Welche Ursachen gibt es?

Damit die Krankheit ausbrechen kann, muss der Betroffene sich mit dem Hepatitis D Virus infizieren und es muss die B-Variante der Erkrankung vorliegen. Die Übertragung dieses Virus erfolgt über Blut oder andere Körperflüssigkeiten wie Sperma.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Ähnlich wie bei den anderen Varianten dieser Erkrankung sollte der Patient sich schonen und unbedingt auf Alkohol verzichten. Ebenfalls sollten Medikamente, die stark die Leber belasten, abgesetzt werden. Das klärst du am besten mit deinem behandelnden Arzt ab.

Die Krankheit wird mit der Interferon-Therapie behandelt, diese bekämpft gleichzeitig die Viren die für Hepatitis B und D verantwortlich sind. Allerdings schafft es diese Methode leider nie, die komplette Entzündung zu heilen. Es kommt also nur zur einer teilweisen Heilung dieser Erkrankung.

Leider kommt es immer häufiger am Ende der Interferon-Therapie zu einem Anstieg der Viruskonzentration im Körper, das kann sogar Jahre später noch der Fall sein. Leider ist bei einigen Patienten mit einer sehr fortgeschrittenen Leberzirrhose und einem starken Hepatitis-D Verlauf eine Lebertransplantation die letzte Möglichkeit auf eine Heilung.

Heilungschancen

Die Heilungschancen sind je nach Patient sehr unterschiedlich, allerdings steigt das Leberkrebsrisiko bei einer Infektion mit Hepatitis Delta enorm an.

Prophylaxemaßnahmen

Die einfachste Möglichkeit sich gegen diese Erkrankung zu schützen ist eine Impfung gegen Hepatitis-B. Denn diese deckt auch die D-Variante der Erkrankung ab. Ebenfalls sollte beim Sex immer verhütet werden und auch kontaminiertes Blut einer infizierten Person sollte nur mit Handschuhen angefasst werden. Aber auch das Teilen von Rasierklingen und Zahnbürsten sollte vermieden werden.

Hier ein Video zur Thematik:

Frage: Wusstet ihr. dass die Krankheit so schwer behandelbar ist?

Quellen

  1. Lutterkort G: Chronische Hepatitis Delta: Die Charakterisierung von Patienten mittels nicht-invasiver Diagnostik. Hannover 2019.
  2. Heidrich B: Hepatitis D-Virusinfektion: virologische und klinische Charakteristika: Diss. Hannover 2010.