April 10, 2022

Fersenschoner für Bettlägerige

Von Ioannes
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Fersenschoner für Bettlägerige
Fersen, die dauerhaft auf der Matratze aufliegen, sind sehr stark dekubitusgefährdet. (Bildquelle: unsplash)

Ein Fersenschoner für Bettlägerige verhindert die Entstehung eines Dekubitus und ist ein wichtiges Instrument zu korrekten Lagerung von bettlägerigen Menschen. In diesem Artikel stelle ich dir die drei besten Fersenschoner für Bettlägerige vor! Ebenfalls habe ich einen kleinen Infoteil rund um das Thema Bettlägerigkeit und Lagerung am Ende dieses Artikels verfasst.

Ich bin Fachkraft für Altenpflege und beschäftige mich auf diesem Blog mit verschiedenen medizinischen und pflegerischen Themen. Mit meinem geschulten Auge analysiere ich Pflegehilfsmittel und stelle dir dann die besten Produkte vor, die ganz bequem im Internet bestellen kannst. Viel Spaß beim Lesen!

Die wichtigsten Infos zum Thema

  • Fersenschoner verhindern Dekubiti.
  • Es gibt Fersenschoner für Bettlägerige, welche die Ferse ab polstern.
  • Es gibt aber auch Varianten, welche die Ferse erhöhen.

Fersenschoner für Bettlägerige: Die Top-3 Produkte

Nun komme ich auch schon zu meinen drei vorgestellten Produkten. Die ersten beiden Fersenschoner für Bettlägerige umschließen die Ferse und polstern sie gut ab, sie unterscheiden sich nur in ihrer Größe und im Material. Das dritte Modell erhöht die Ferse, dadurch liegt sie nicht mehr auf der Matratze auf und es kann sich kein Druckgeschwür bilden.

Fersenschoner für Bettlägerige: Der Preis-Leistungs-Sieger

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  • Schützt Knöchel und Ferse
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Zuletzt aktualisiert am Juni 10, 2022 um 10:37 pm . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr. Affiliate Link.

Diese Fersenschoner werden im Paar geliefert, dadurch hast du gleich zwei Fersenpolster. Die orthopädische Passform passt sich jedem Fuß perfekt an und sorgt für ein angenehmes Trageerlebnis. Die Fersenschoner für Bettlägerige besten zu 100% aus Polyester und lassen sich somit problemlos in der Waschmaschine bei 90° gründlich reinigen, dadurch werden alle Bakterien und Keime abgetötet.

Die Schoner sind 20 cm lang und 14 cm hoch, somit eignen sie sich für jeden durchschnittlichen Fuß, für größere Füße allerdings könnten die Fersenpolster etwas zu groß sein. Neben der Ferse schützt dieses Produkt auch noch die Knöchel vor einem Dekubitus. Befestigt werden die Fersenschoner mit einem sehr breiten Klettverschluss, der guten Halt bieten soll.

Pros
  • Orthopädische Passform
  • 2 Fersenschoner pro Lieferung
  • Super Preis
Cons
  • Können im Sommer sehr heiß werden

Fersenschoner für Bettlägerige: Das beste Modell für große Füße

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Auch dieses Modell besteht zu 100% aus Polyester und ist dadurch super pflegeleicht. Dieser Fersenschoner für Bettlägerige ist von der Innenseite sehr gut gepolstert, mit einer Art Kunstfell, dadurch werden Druckgeschwüre an den Knöcheln und der Ferse effektiv verhindert, da es zu einer gleichmäßigen Druckverteilung kommt.

Die zwei großen Klettverschlüße unterhalb des Knöchels und in der Mitte des Fußes fixieren die Fersenpolsterung sehr gut, sodass diese auch bei größeren Bewegungen nicht verrutschen. Diese Schoner sind insbesondere für große Füße geeignet, denn sie haben eine Florhöhe von 24 mm und die hintere Höhe beträgt 19 bis 20 cm.

Pros
  • 2 Stück pro Lieferung
  • Perfekt für große Füße
  • Zwei Klettverschlüsse
Cons
  • Können bei häufigen Bewegungen verrutschen

Fersenschoner für Bettlägerige: Das beste freiliegende Modell

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  • Verhindert aufliegen der Ferse
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Bei diesem Modell handelt es sich auch um einen Fersenschoner, allerdings um kein geschlossenes Produkt. Denn dieser Schoner wird am Fußknöchel fixiert und besitzt eine Halbkreisform. Dadurch verhindert der Absatzschoner ein direktes Aufliegen der Ferse auf der Matratze und es kann kein Dekubitus entstehen.

Dieses Pflegehilfsmittel eignet sich besonders gut für Menschen, die stark dekubitusgefährdet sind und sich so gut wie gar nicht mehr selbstständig bewegen können. Der Fuß wird an der Oberseite des Halbkreises mit einem sehr starken Klettband fixiert, dieses ist auch gepolstert, dadurch wird auch der Knöchel vor einem Dekubitus sehr gut geschützt.

Pros
  • Ferse liegt nirgends auf
  • Perfekt für stark Bettlägerige geeignet
  • Sehr gut für heiße Sommertage geeignet
Cons
  • Nur ein Schoner pro Lieferung

Fersenschoner für Bettlägerige: Kaufkriterien

Nachdem ich dir nun alle Produkte vorgestellt habe, werde ich dir in den nächsten Absätzen die Kaufkriterien erläutern. Auf folgende Kaufkriterien solltest du beim Kauf unbedingt achten:

  • Material
  • Größe
  • Form

Material

Das ist wohl das wichtigste Kaufkriterium, denn das richtige Material ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche Dekubitusprophylaxe. Wie du bereits an den vorgestellten Produkten erkennen konntest, bestehen die meisten Fersenschoner für Bettlägerige aus Polyester, dieses ist besonders gut waschbar und bietet eine gute Druckverteilung.

Die Innenseite der Fersenschoner besteht aus einer Art Kunstfell, welches aus diesem Polyester gefertigt wurde. Es gibt auch Produkte, die aus Lammfell gefertigt wurden, diese sind um einiges atmungsaktiver als die Polyester-Schoner, dadurch eignen sie sich für den Sommer besser. Bei der Polsterung jedoch nehmen sie sich nicht viel.

Größe

Die Größe der Fersenschoner ist ebenfalls ein sehr wichtiges Kaufkriterium, denn sind die Schoner zu groß, dann schwitzen die Füße übermäßig und die Person fühlt sich unwohl. Sind die Fersenschoner zu klein, kann es zu Druckstellen am vorderen Teil des Fußes kommen und auch der Klettverschluss kann die Haut einschneiden.

Deshalb solltest du immer auf die Produktbeschreibung achten, dort findest du immer präzise Größenangaben. Falls du dir unsicher bist, kannst du deine Fußsohle mit einem Maßband ausmessen und überprüfen, ob der Fersenschoner den Fuß gut abdecken würde. Falls die Zehen vorne etwas heraussragen, ist das kein Problem.

Form

Es gibt zwei verschiedene Arten von Fersenschoner für Bettlägerige, ich werde dir in den nächsten Abschnitten die Vor- und Nachteile der jeweiligen Modelle erläutern.

Fersenschoner in Form einer Halbsocke

Dieses Modell ähnelt einer halben Socke und hat von Innen meistens eine fellähnliche Struktur, dadurch soll die Ferse ausreichend ausgepolstert sein, falls sie auf der Matratze aufliegt und Druckstellen können nur schwer entstehen. Dieses Modell ist sehr beliebt, da es auch die Knöchel gut schützt und auch von aktiveren Personen getragen werden kann, die sich öfters mal im Bett drehen und wenden.

Der Nachteil an diesem Produkt ist jedoch, dass der Fersenschoner im Sommer sehr heiß werden kann und die Füße dann schnell schwitzig werden. Feuchte Füße führen zu einer gereizten haut, die wiederum anfälliger für Dekubiti ist.

Fersenschoner in Halbkreisform

Dieses Modell ist ähnlich wie ein Halbkreis aufgebaut und wird direkt am Knöchel befestigt. Dadurch liegt die Ferse nie direkt auf der Matratze auf und es kann sich kein Druckgeschwür bilden. Ebenfalls kann sich der Bettlägerige nach links und rechts drehen und die Ferse ist dank der Halbkreisform immer noch in der Luft.

Dieses Modell ist insbesondere für wärmere Tage geeignet, da der Fuß hier komplett frei ist und von keinem Pelz zur Polsterung umschlossen wird. Allerdings eignen sich dieses Modell nur für Menschen, die stark bewegungseingeschränkt sind. Kann der Betroffene noch die Beine anziehen, dann besteht die Gefahr, dass die Fersen längere Zeit unbemerkt auf der Matratze aufliegen.

Fersenschoner für Bettlägerige: Fragerunde

Jetzt komme ich zu versprochenen Ratgeberteil, hier beantworte ich dir alle Fragen rund um das Thema des Fersenschoners, aber auch allgemeine Fragen zu Bettlägerigkeit werden in den folgenden Absätzen beantwortet.

Bettlägerige Person Dekubitusgefährdet
Insbesondere Bettlägerige sind besonders stark dekubitusgefährdet. (Bildquelle: unsplash.com)

Was ist ein Fersenschoner für Bettlägerige?

Bei einem Fersenschoner für Bettlägerige handelt es sich um ein pflegerisches Hilfsmittel, welches präventiv zu Verhinderung von Druckgeschwüren eingesetzt wird. Hauptsächlich wird dieses Hilfsmittel von immobilen, bettlägerigen Menschen verwendet. Aber auch mobile Personen greifen auf dieses Hilfsmittel zurück und nutzen es für längere Rollstuhlfahrten.

Schützt ein Fersenschoner vor Dekubitus?

Ein Fersenschoner kann einen Pflegebedürftigen ganz klar vor einem Dekubitus schützen, natürlich muss neben dem bloßen Hilfsmittel auch die richtige Lagerung vollzogen werden. Aber ein hochwertiger Fersenschoner ist ein wichtiges Instrument, damit sich keine Druckgeschwüre an der Ferse bilden.

Wie reinige ich einen Fersenschoner für Bettlägerige richtig?

Die meisten Fersenpolster lassen sich ganz bequem in der Waschmaschine reinigen, hierfür einfach die Produktbeschreibung lesen. Oftmals empfehlen die Hersteller eine Reinigung bei 90 Grad, damit auch wirklich alle Bakterien und Keime abgetötet werden können. Vor Produkten, die nicht in der Waschmaschine gereinigt werden können, solltest du Abstand halten. Denn diese können ganz schnell zu Bakterienherden werden und Krankheiten übertragen.

Bekommt man einen Fersenschoner auf Rezept?

Für alle Hilfsmittel gegen Dekubitus besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Versorgung laut § 33 SGB V. Der Arzt muss das benötigte Hilfsmittel verordnen und die Krankenkasse ist anschließend verpflichtet, die Kosten zu übernehmen. Folgende Zwecke muss das Hilfsmittel jedoch gewährleisten, damit der zuständige Arzt es verschreibt:

  • Es muss möglichen Behinderungen vorbeugen
  • Das Hilfsmittel muss die Behandlung sinnvoll unterstützen
  • Etwaige Schäden und Behinderungen müssen effektiv durch das Hilfsmittel ausgeglichen werden

Der Arzt schreibt nach seiner Analyse die jeweilige Positionsnummer des Hilfsmittels in das Rezept, dieses Rezept mit der verordneten Hilfsmittelnummer wird anschließend bei der Krankenkasse abgegeben und die Kasse übernimmt die Kosten für das Produkt.

Dürfen auch Hilfsmittel ohne Positionsnummer verordnet werden?

Grundsätzlich spricht hier nichts dagegen, da das Hilfsmittelverzeichnis nur zur Orientierung genutzt werden soll. Falls der Arzt ein Hilfsmittel für geeignet empfindet, welches nicht in der Liste steht, kann es auch von ihm verschrieben werden. Allerdings ist dies eher der Einzelfall und kommt nicht so häufig vor.

Wer ist dekubitusgefährdet?

Oftmals sind ältere, bettlägerige Menschen sehr stark dekubitusgefährdet, da sie sich nicht mehr ausreichend bewegen können und auch die Haut oftmals sehr strapaziert ist. Dann kommt es insbesondere an sehr knochigen Stellen zu einer Dekubitusbildung. Folgende Körperstellen sind extrem gefährdet, einen Dekubitus zu bekommen:

  • Schulterblätter
  • Hinterkopf
  • Steißbein
  • Gesäß
  • Fersen
  • Ohr
  • Ellenbogen
  • Knie
  • Knöchel

Diese Körperstellen verfügen nur über sehr wenig Fett und der Druck kann bei längerem Aufliegen nicht wirklich gut verteil werden. Dadurch kommt es sehr schnell zu Gefäßschädigungen und Druckgeschwüren.

Welche Dekubitusprophylaxen gibt es?

Bei der Dekubitusprophylaxe werden pflegerische Maßnahmen eingesetzt, die von Pflegehilfsmitteln unterstützt werden. Effektive pflegerische Maßnahmen für die Dekubitusprophylaxe wären die Mobilisierung, Lagerung, Bewegungsförderung und die richtige Hautpflege.

Für all diese pflegerischen Maßnahmen können diverse Pflegehilfsmittel eingesetzt werden, hierbei handelt es sich um Lagerungshilfen wie beispielsweise den Fersenschoner. Aber auch Wechseldruckmatratzen und Rollstuhlkissen zählen zu den Hilfsmitteln der Dekubitusprophylaxe.

Zu welchem Arzt muss man bei einem Dekubitus gehen?

In den meisten Fällen reicht ein Besuch beim Hausarzt völlig aus, dieser kennt sich bestens mit Dekubiti aus und kann auch die richtigen Schritte zur Behandlung einleiten. Sollte der Dekubitus schon sehr stark fortgeschritten sein, wird er dich in eine Spezialklinik zur Behandlung bei einem Gefäßspezialisten überweisen.

Wie oft sollte gelagert werden bei einer Dekubitusprophylaxe?

Diese Frage ist sehr schwierig, zu beantworten. Da hier keine Pauschalaussage getroffen werden kann, es kommt immer auf den Patienten an und auf seine Verfassung. Bei manchen Bettlägerigen kann es reichen, alle zwei Stunden zu lagern und wiederum andere Menschen haben eine solch sensible Haut, dass sie jede halbe Stunde gelagert werden müssen.

Das wird auch vom internationalen Expertenstandard bestätigt, ebenfalls sollte man auch immer auf die Reaktion des Pflegebedürftigen mit den verschiedenen Lagerungsintervallen Rücksicht nehmen. Fühlt sich dieser mit einer zu häufigen Lagerung nicht wohl, sollte dies unbedingt angepasst werden.

Woran erkenne ich, dass die Dekubitus-Wunde wieder heilt?

Grundsätzlich handelt es sich bei einem Druckgeschwür im höheren Stadion um eine chronische Wunde. Das Abheilen chronischer Wunden kann an folgenden Punkten erkannt werden:

  • Der Wundgeruch nimmt ab
  • Wundränder schwellen ab
  • Der Wundgrund ist rot
  • Abgetragene schwarze Nekrosen

Treten diese Zeichen auf, dann befindet sich die Wundheilung auf einem guten Weg. Nichtsdestotrotz sollte die Behandlung weiter konsequent durchgeführt werden, auch regelmäßige Arztbesuche sollten nicht vernachlässigt werden.

Quellen

  1. Gerhard Schröder, Jan Kottner: Dekubitus und Dekubitusprohylaxe. Göttingen 2011.
  2. Susanne Danzer, Ulrich Kamphausen: Dekubitus – Prophylaxe und Therapie: Ein Leitfaden für die Pflegepraxis. Stuttgart 2016.