Mai 1, 2021

Arnika

Von Ioannes

Arnika wird heute bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt, hierzu zählen Prellungen, Verletzungen und Stauchungen. Allerdings kann die Pflanze auch gegen Herzleiden und Angina Pectoris eingesetzt werden. Diese Anwendungsbereiche sind jedoch nicht so bekannt. Nichtsdestotrotz ist Arnika ein sehr geschätztes Naturheilmittel und bietet eine alternative Lösung zu herkömmlichen Medikamenten.

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arnika als heilpflanze
In den gelben Blütenblättern sind die gesamten Wirkstoffe der Heilpflanze zu finden. (Bildquelle: unsplash.com/aaron farris)

Ich bin Fachkraft für Altenpflege und schreibe hier über verschiedene Themen aus der Medizin und der Pflege, ich nutze für meine Artikel fundierte, wissenschaftliche Literatur. In den Quellen findest du mehr dazu! Viel Spaß beim Lesen!

Gegen welche Krankheiten und Beschwerden wird Arnika eingesetzt?

Die Pflanze hilft gegen verschiedene Krankheiten und Beschwerden, die wichtigsten habe ich dir hier herausgesucht!

Arnika gegen blaue Flecken

Ein Bluterguss kann sehr gut mit dieser Heilpflanze behandelt werden, du kannst verschiedene Präparate wie Salben oder Tinkturen erwerben, die du dann auf die jeweilige Stelle auftragen kannst, damit das Hämatom schneller heilt. Der Pflanzenwirkstoff regt die Durchblutung und somit auch die Regeneration an.

Arnika gegen Entzündung

Arnikapräparate richtig eingesetzt, können auch Entzündungen bekämpfen. Hierfür sorgen insbesondere die Sesquiterlactone und das Helenalin in der Pflanze. Die Entzündungen können in Gelenken, auf der Haut, oder im Mundraum vorkommen, das spielt für die Pflanze keine Rolle. Allerdings ist die Wirksamkeit eher gegen kleinere Entzündungen bestätigt. Bei schweren Entzündungen solltest du immer einen Arzt aufsuchen.

Arnika gegen hohen Puls

In zahlreichen Quellen wird beschrieben, dass die Heilpflanze auch gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen helfen kann und auch gegen Angina Pectoris. Die Pflanze kann in diesen Fällen zur Linderung beitragen, allerdings wird sie heutzutage nicht mehr wirklich dafür eingesetzt. Bei Bluthochdruck oder ähnlichem solltest du immer einen Arzt aufsuchen, Arnika kann unterstützend zur normalen Therapie eingesetzt werden.

Diese Krankheiten können auch mit der Pflanze behandelt werden

  • Überlastete Gelenke
  • Muskelbeschwerden
  • Furunkel
  • Insektenstiche
  • Bisswunden

Arnika Inhaltsstoffe

Bei dieser Pflanze werden hauptsächlich die Blüten verwendet, folgende Wirkstoffe beinhalten diese:

Arnikablüten:Sesquiterpenlactone, Helenalin, Flavonoide, Fettsäuren, Isoquercitrin, ätherische Öle, Astragalin, Zimtsäure, Triterpenalkohole, Cumarine, Xantophylle, Polyacetylene, Tussilaginsäure, Isotussilaginsäure.

Arnika Wirkung

Die Blüten können die Durchblutung verbessern und auch das Herz stärken, ebenfalls kann ein Engegefühl in der Brust damit behandelt werden. Allerdings sind diese Anwendungsgebiete eher unterstützender Natur.

Viel besser ist die Arnika Wirkung gegen Entzündungen, Quetschungen und Hämatome, aber auch gegen Muskelbeschwerden und Stauchungen wird die Pflanze angewendet, da die Inhaltsstoffe der Pflanze in diesen Bereichen eine entzündungshemmende und antiseptische Wirkung entfalten.

Arnika kaufen, welche Produkte gibt es?

Salben

Es gibt verschiedene Produkte auf dem Markt, das bekannteste ist wohl das Gel, welches aus der Heilpflanze hergestellt wird, natürlich sind auch noch andere Bestandteile mitverarbeitet. Jedoch weisen vielen Produkte einen hohen Gehalt der Pflanze auf, mache hochwertigen Salben können 95% Arnika Wasser enthalten.

Franzbranntwein

Aus der Pflanze wird auch Franzbranntwein hergestellt, dieser wirkt kühlend und erfrischen. Ebenfalls ist er besonders bei Sportlern sehr beliebt, da er gut gegen Muskelkater hilft und die Muskulatur nach dem Sport entspannt.

Massage-Öl

Ebenfalls wird aus der Pflanze Massage-Öl gewonnen, dieses wirkt auch entspannend und gleichzeitig wärmend auf die Muskulaltur. Somit werden die Muskeln durchblutet und Krämpfe und Knoten können mit etwas Druck schön gelöst werden.

Globuli

Auch Globuli mit den Pflanzenwirkstoffen der gelben Blütenblätter sind besonders beliebt, diese können sehr einfach eingenommen werden und lösen sich auch schnell im Magen auf.

Wundtücher

Es gibt auch speziell hergestellte Wundtücher, mit den Wirkstoffen aus den Blütenblättern zu erwerben. Diese kannst du auch auf Blutergüsse, Quetschungen und Zerrungen legen, der Wirkstoff wird dann über die Haut aufgenommen und regt die Heilung an.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Die Inhaltsstoffe der Blütenblätter können auch Nebenwirkungen verursachen, ebenfalls sollten Menschen mit einer Arnikaallergie auf jegliche Produkte verzichten. Folgende Nebenwirkungen gibt es:

  • Hautirritationen mit Schwellungen bei langer Anwendung möglich
  • Wird der Wirkstoff nicht verarbeitet und nicht ausreichend verdünnt, dann kann eine direkte Anwendung zu Hautnekrosen führen. (Bei allen zugelassenen Produkten auf dem Markt ist dies nicht der Fall)

Arnika nach OP einsetzen

Nach einer Operation muss der Körper oftmals abheilen und hat Hämatome und Schwellungen, hier wird die Heilpflanze oftmals zur schnelleren Heilung dieser Beschwerden eingesetzt. Auch nach einer zahnärztlichen Behandlung wie das Ziehen von Zähnen hat sich Arnika zur schnelleren Regeneration bewährt.

arnika hilft gegen quetschungen
Insbesondere bei Quetschungen und Hämatomen helfen die verschiedenen Produkte mit dem Pflanzenwirkstoff sehr gut. (Bildquelle: unsplash.com/Markus Spiske)

Allerdings solltest du nach einer Operation immer mit deinem behandelnden Arzt abklären, ob du verschiedene Präparate nutzen kannst, nicht dass es zu einer Wechselwirkung mit anderen Medikamenten kommt.

Vor- und Nachteile der Arnikablüten

Pros
  • Wirkt entzündungshemmend
  • Wirkt krampflösend und gegen Hämatome
  • Es gibt viele Präparate auf dem Markt
  • Wirkstoff ist sehr potent
Cons
  • Gegen Herzleiden ist Wirkung nicht bestätigt
  • Kann zu Nebenwirkungen auf der Haut führen

Frage: Wie findet ihr diese Heilpflanze?

Quellen

  1. Riffel A: Heilpflanzen für Nerven, Psyche und Schlaf. Berlin 2020.
  2. Prentner A: Heilpflanzen der Traditionellen Europäischen Medizin: Wirkung und Anwendung nach häufigen Indikatioren. Berlin-Heidelberg 2007